Impressionen aus Indien

Aktualisiert: 9. Jan. 2020

Namaste aus Auroville!

Ich habe die letzten sieben Tage an der Ostküste verbracht, ein paar hundert Kilometer südlich von Chennai. Die ersten zwei Tage war ich mit meiner Zimmernachbarin aus Prashanti, Sandra, in Pondicherry, einer ehemaligen französischen Kolonie, danach bin ich hier in Auroville gelandet. Auroville.... Eine spannende Geschichte, die mehrere Bücher füllen kann. Diese Gemeinschaft, die heute ca. 3000 Menschen aus etwa 58 Nationen beheimatet, wurde Ende der sechiziger Jahre gegründet. Aus dem Traum, der Menschheit einen Wohnort zu geben, an dem alle gleich sind, für alle gesorgt wird und alle füreinander da sind wurde in den letzten Jahrzehnten Wirklichkeit. Die wenigen Tage die ich hier verbringen durfte haben mich zutiefst beeindruckt und mir sehr viel Stoff zum nachdenken geliefert. Was ist es, was wir im Leben wirklich brauchen um glücklich und zufrieden zu sein? Sind wir bereit in Frieden miteinander zu leben, ohne Geiz, ohne Eifersucht, ohne Neid? Füreinander und miteinander? Die Projekte die Auroville und seine Bewohner in den letzten 50 Jahren realisiert haben sind zutiefst beeindruckend und die Energie die im Zentrum von Auroville zu spüren ist ist atemberaubend! Ich konnte auch ein paar Workshops besuchen, die mich sehr berührt haben, und hatte die Chance das Matrimandir, die Meditationshalle im Zentrum von Auroville, zu besuchen. Das Matrimandir ist ein architektonisches Meisterwerk und die Tatsache, dass es nur von freiwilligen Helfern in 37 Jahren realisiert wurde ist fast schon unfassbar. Der Frieden und die Ruhe die man in und um das Matrimandir spürt ist spektakulär. Ihr merkt, ich schreibe hier nur in Superlativen, und ich hoffe, etwas von meiner Begeisterung kommt bei euch durch das geschriebene Wort an. Solltet ihr je die Chance haben den Südosten Indiens zu bereisen, schaut hier vorbei, ihr werdet es auf keinen Fall bereuen!

Mehr Infos findet ihr unter www.auroville.org

Mich fasziniert und bewegt der Gedanke in einer solchen Gemeinschaft zu leben nun schon seit einiger Zeit und ich werde auf jeden Fall versuchen diesen Weg weiter zu verfolgen. Ich denke und fühle, dass es Zeit ist, dass sich Herzen und Seelen die gleich schwingen nun zusammen finden, um eine Welt zu schaffen, die für die Menschen da ist, nicht für ein System das uns krank macht, ablenkt und dafür sorgt, dass wir einsam und alleine Tag für Tag das Hamsterrad am Laufen halten.

In und um das Matrimandir darf man nicht fotografieren, doch ich hoffe, die Fotos die ich machen konnte, können ein bisschen von diesem unglaublich schönen Gefühl rüber bringen, das man im Zentrum von Auroville hat. Frieden, Ruhe, Ausgeglichenheit, Gelassenheit und Geduld. Das wünsche ich euch von ganzem Herzen und sende euch etwas davon aus Auroville in die ganze Welt.

Heute Abend steht mir eine Busfahrt zurück nach Bangalore bevor, morgen Mittag geht dann der Flieger nach Borneo. Ich werde euch also das nächste Mal aus Malaysien wieder Bericht erstatten, bis dahin eine gute Zeit!

Eure Franziska

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